„Ein Dichter plaudert“ auf Somuncu Plus
Worum geht es?
Dichter aufgepasst! Kurz und knapp – ich habe es nicht mehr aushalten können, wie immer im Kontext höchster Prominenz davon gesprochen wird, dass Künstler ausgebeutet und ausgegrenzt werden. Das ist ein Phänomen, das es in Deutschland auf allen künstlerischen Ebenen gibt. Und daher habe ich den Dichtern meine Stimme geliehen und ein wenig geplaudert.
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Lieber René,
ein frohes neues Jahr erstmal und Gratulation zu deinen neuesten Bemühungen zur Systemkritik…auch wenn es ja etwas übergriffig oder auch nach der „Arroganz des Westens“ klingt, wenn du behauptest du hättest den Dichtern deine Stimme geliehen…;-)
Um es klarzustellen: ich kann durchaus für mich selbst sprechen bzw. schreiben und tue es ja auch (und nicht nur hier)…;-)
Systemkritik ist ein beliebter DenkSport. Wird aber unglaubwürdig, wenn man einen Doktortitel einer Universität trägt. Sind nicht Univeritäten Teil der Systemrelevanz (geworden)? Glaubt man Robert L. Stevenson, sind es immerhin Orte „an den Kieselsteine geschliffen und Diamanten getrübt werden“…
Oder ändert Systemkritik, um mit angeblichen Worten von Madame de Pompadour dich zu erinnern: „Was Deutschland betrifft, so ist alles hoffnungslos“ doch über die Jahrhunderte betrachtet, überhaupt und gar nichts…?
Also, lieber René, statt dich noch länger mit Deutschland und den Kulturbanausen der „Soft-Power“ herumzuärgern, lege ich dir Heinrich Heine ans Herz. Denn auch er hat mit seinem Denken, die Grenzen Deutschlands gesprengt und konsequent wie er war, das Land verlassen…vermutlich mit der Kutsche und nicht so degeneriert und fortschrittlich mit Automobil, Bahn oder Flieger…
Um hier zu bleiben, braucht es dann doch etwas, woran es im Westen am allermeisten fehlt:
Demut…!
Herzlich gute Tage!
Dein Resilienztheater