Woche #5 – Das gab es auch schon vor vierzig Jahren!!!
Hand aufs Herz – wie arbeitet ihr unter den aktuellen Wetterbedingungen? Habt ihr das Glück, dass eure Büroräume mit Klimatechnik ausgestattet sind? Oder seid ihr auch ständig von drückender, schwülwarmer Luft umgeben und wisst gar nicht, wie viel ihr noch trinken sollt? Und wie haltet ihr es in dieser Zeit mit Einladungen zu Außenterminen?
Unsere Büroräume befinden sich im dritten Obergeschoss eines Altbaus. Über Nacht dürfen aus Sicherheitsgründen keine Fenster geöffnet bleiben. Jeden Morgen, bevor wir unsere Arbeit beginnen, müssen wir die stehende, stickige Luft zerschneiden, um an die Fenster zu kommen. Die frische Luft dringt dabei auch nur bis knapp zur Mittagszeit ein, ehe sich alle Räume wieder aufheizen.
Freilich schauen wir uns bereits nach Klimatechnik um. Im Sommer sind die Läden aber leer. Das heißt, eine azyklische Organisation und Problemlösung ist nötig. Für diesen Sommer müssen unsere Ventilatoren ihr Bestes geben. Und für den Augenblick heißt es durchzuhalten sowie Aufgaben konsequent nach Tageszeit zu verrichten.
Außentermine finden für mich grundsätzlich nur vormittags statt – alles andere lehne ich ab. Wenn nichts im Terminplan steht, werden Telefonate erledigt oder kreative Arbeiten angegangen. Nach der Mittagspause stehen nur noch einfachere Aufgaben, meist verwaltungstechnischer Art an. Jede zusätzliche Bewegung von A nach B wäre bei im Schnitt 30 Grad in den Räumen zu viel.
Wer in Zeiten ständiger Hitzewellen eine Führungsrolle auf welcher Ebene auch immer ausübt, sollte sich besonders für die Geführten einsetzen. Ihnen ist mehr Zeit einzuräumen. Mit erhöhten Fehlern oder Nachbearbeitungen ist in der Hitze einfach zu rechnen. Das ist ein natürliches Resultat und keines aufgrund mangelnder Arbeitsbereitschaft. Auf informeller Ebene können durch leichte Gespräche zusätzliche kleine Pausen realisiert werden. Das Team und man selbst sollten angehalten werden, genug zu trinken oder sich wie auch immer abzukühlen. Es geht bei allem nicht mehr um Maximalleistung, sondern um Gesundheitsfokussierung und Leistungserbringung unter maximal schweren Bedingungen. Jede Führungskraft sollte dabei als positives Vorbild voranschreiten. Wer meint, hier in irgendeiner Weise Starrheit und falsche Stärke zeigen zu müssen, hat sich mit der jetzigen Arbeitsrealität nicht ausreichend auseinandergesetzt und kommt seiner Führungsposition nicht nach.
Zum Schluss noch eine Bitte an alle, die für den Sommer Feste, Veranstaltungen, Termine, Treffen, Rundgänge, Meetings etc. meinen organisieren zu müssen. Vermeintlich schönes Wetter, Sommerloch oder Tradition hin oder her: Wir befinden uns mitten in einem Klimawandel. Es wird im Sommer nicht mehr kühler. Das heißt, übliche Veranstaltungen müssen in andere Jahreszeiten verlegt werden. Ansonsten wird die Immer-so-weiter-Mentalität der Gesundheit oder sogar dem Leben von Menschen schaden.
